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Donnerstag, 10. Mai 2012

Eastcoast trip


Was fuer ein verrueckter Monat Roadtrip. Eigentlich wollte ich euch schon viel eher berichten, was  so geht, doch irgendwie kam gewaltig was dazwischen. 

Hier meine erste Haelfte:

Von Melbourne bin ich ueber steile Strassen nach Falls Creek geduest, ein Skidorf in den Australienalps.  Jaja Schnee soll es hier auch geben. Weiter ging es in die Hauptstadt Canberra, eine kuenstliche Stadt, da man sich nicht zwischen Sydney und Melbourne entscheiden konnte baute man einfach eine Hauptstadt. Endllich konnte ich mal mein Backpackerleben etwas pflegen, so habe ich immer schoen im Auto geschlafen und die Freiheit genossen.
Falls Creek

Parliamentsgebaude Canberra

In Sydney habe ich dann meine Eltern getroffen, mit denen ich echt eine schoene Woche hatte. Echt komisch, wenn man nach einem Halbenjahr seine Eltern mit seinem eigenen Auto vom Flughafen abholt und sie in sein voellig anderes Leben reinlaesst. Sehr lustig. Am 4.4 holte ich dann Torsten vom Flughafen ab, der von Neuseeland ruebergekommen ist und mich fuer den naechsten Monat bekleidet. Is echt dor Hammer minem Dresdnor rum zu guorgern.  Mit allen zusammen ging es dann in den zweit aeltesten Nationalpark der Welt und durch Sydney. 


Mit Torsten ging es dann los. Ab zu den Blue Mountains, 3 Stunden wandern unter Klippen, durch eine Art Regenwald und an Wasserfaellen vorbei, dann wieder das gefuehl als ob man in der Saechsischen Schweiz waere, echt genial. Am Abend gings in einer sehr abenteuerlichen Fahrt, Dunkelheit, Regen und keine funktionierenden Scheibenwischer, Richtung Meer. Schlafen am Lookout und wieder weiter. Kurz vor Newcastle ging es dann mit dem Wuestenfuchs das Erstemal auf den Strand, doch leider hatten wir etwas mit dem weichen Sand zu kaempfen. Irgendwie war dann auch der linke Vorderreifen durch. Auf einem Campingplatz konnten wir dann mal wieder etwas Energie auftanken und kleine mechanische Veraenderungen am Auto vornehmen.  Neuer Reifen, keine Spurprobleme und wir haben das Ueberhitzungsproblem geloest.... Booom. Anschliessend ging es 700km nach Nimbin, ein kleines Hippiedorf neben  Byron Bay. Sehr bunt und drogenlastig. Nachdem wir mehrmals gefragt wurden, ob wir Gras kaufen wollen, sind wir los nach Byron Bay. Dort haben wir 3 Tage mit Surfen, Chillen und Feiern verbracht, eine echt schoene Stadt voellig im Surferstyle. Den Gegensatz haben wir dann etwas an der Goldcoast gespuehrt. Tweed Heads und Surfers Paradise, die australischen Touristenhochburgen, leider etwas zu comerz. 2 Tage blieben wir in Brisbane, eine echt coole Stadt mit einer genialen Uferpromenade und Kultur.

Und hier die 2. Haelfte 

Nach Brisbane guckten wir in die Karte und sahen ein  Campingplatz am Strand von Bribie Island. Ueber einen 4wheel Track ging es zu besagter Stelle. Wasser auf dem Strand versperrte uns jedoch ploetzlich den Weg, seichte Wellen und ein Vogel der ueber das Wasserlief fuehrten uns auch noch in die Irre. Langsam tasteten wir uns voran, alles lief gut, Wasser war etwas ueber der Tuerkante.... ploetzlich sackten wir ab und das Wasser stand ueber der Motorhaube. Kein Vor, kein Zurueck. Zwei Fontainen bildeten sich in der Mitte des Autos, Wasser schoss durch die Schaltknueppel und die Tueren ins Auto.Geschockt sassen wir in unseren Sitzen und haben nicht verstanden, was gerade passiert. Torsten kletterte aus dem Fenster und ich griff nach unserer Elektronik die unterwasser anfing zu Leuchten. Torte hat schnell Zeug aufs Dach gelegt und ich kletterte raus. Ein krankes Bild, alle Lichter des Autos waren an und leuchteten unterwasser, obwohl wir sie ausgestellt hatten. Das Wasser Stand bereits auf Fensterhoehe im Auto. Nach kurzer Absprache, versuchte Torsten Zeug aus dem Auto ins Trockene zubringen, waehrend dem ich Hilfe holte. Der oertliche Automobielclub konnte mir nicht weiter helfen, also kam die Polizei. Die meinte, dass dir Bergung 3000$ kosten wuerde...ahhh!!! Letztendlich haben die dann den lokalen abschleppservice gerufen, welcher  45 min spaeter mit einem Traktor zur Hilfe kam. 
wir am Untergehen

user "Ziehvater" Terry
Trocknen der Papiere


genau die selbe Stelle zwei Tage Spaeter
Am Ende hatten wir grosses Glueck im Unglueck. Bei dem Traktorfahrer Terry und seiner Familie konnten wir insgesammt 5 Tage kostenlos wohnen und hatten die Moeglichkeit unsere ganzen Sachen zu waschen und zu trocknen. An der Stelle noch mal ein dickes „ Thank you guys!“ 
der Neue

Weiter ging es dann mit einiger Verzoegerung und einem neuen Freund, der sich als etwas durstig erwiesen hat, nach Fraser Island, die groesste Sandinsel der Welt. Auf dieser waren wir von den Offroadeigenschaften unseres neuen Gefaehrten positiv ueberrascht, doch wir hatten alles andere als Lust durch Wasserloecher und kleine Fluesse zu fahren. Trotz etwas verregnetem Wetter war Fraser wie ein Paradies. Ueberall Dschungel, inmitten dem Seeen mit Suesswasser, was so klar war, dass man beim schwimmen schon fast Hoehenangst bekommen hat. Echt gewaltig.
In den nachsten drei Tagen sind wir hoch nach Cairns gefahren, doch leider mussten wir zweimal Stopp in einer Werkstatt machen.  Letztendlich haben wir es geschafft. Nach einem schoenen Rumpsteak, etwas Radeberger und einpaar Stunden Schlaf habe ich dann meinen Reisegefaehrten am Flughafen abgegeben.

An der Stelle nochmal danke fuer die coole Zeit...„Good as gold mate!!!“
Haha

Ich hab mich hier in Cairns in einem echt coolen und sehr familieaeren Hostel niedergelassen. Hier ist jeden Tag was los, echt unvergleichbar. Seit letztem Mittwoch habe ich auch einen Job als Autoputzer in einer Autovermietung, was meine Reisekasse wieder aufatmen laesst

Gruesse Leute    Meher Bilder gibts in der Gallerie